Das Konzept

Gemeinsam arbeiten und leben

Wir wollen gemeinsam sinnvoll produktiv sein, um unseren Lebensunterhalt zu erarbeiten. Jeder bringt seine Zeit, Expertise und Ideen ein. Unsere ersten Ideen: Online-Kurse, Seminare, Catering… Es sind aber auch Arbeitsverhältnisse außerhalb der Gemeinschaft möglich.

In unserer Lebensgemeinschaft möchten wir regelmäßig gemeinsam zu Abend essen. Und uns gegenseitig unterstützen, uns vertrauen und gut miteinander kommunizieren. In der Lebensgemeinschaft hat jeder die Möglichkeit sich auch mal zurückzuziehen. Viel Gemeinschaft ist gewünscht, aber nicht zu jedem Zeitpunkt nötig. Jede Wohneinheit (TinyWohnung) hat ein eigenes Bad und eine eigene kleine Kochgelegenheit.

Selbstversorgend

Die Lebensmittel wollen wir so weit wie möglich selbst im biologischen Anbau (Permakultur, natürliche Landwirtschaft nach Masanobu Fukuoka) auf dem Grundstück und ggf. auf einer zusätzlich gepachteten Fläche erzeugen. Lebensmittel für den Winter wollen wir konservieren und damit einen möglichst hohen Selbstversorgungsgrad erreichen.

Nachhaltige und gesunde Lebensweise

Wir leben einfach, nachhaltig und ohne großen Konsum umgeben von guter Luft und viel Grün. Wir planen beispielsweise mit Trockentrenntoiletten zu arbeiten, um Spülwasser zu sparen. Aber dennoch wird es warmes Wasser, Strom, schnelles Internet und eine Heizung geben. Wir nutzen ökologische und möglichst vegane Materialien zum Ausbau und Erweiterung von Haus und anderen Gebäuden.

Als eines unserer Hauptziele sehen wir die Erhaltung und Steigerung unserer Gesundheit an. Um das Ziel zu erreichen, wollen wir in einer fröhlichen Gemeinschaft leben, in der Natur sein, uns gut bewegen, nicht rauchen oder übermäßig trinken und uns naturnah ernähren.

Gemeinsam Entscheidungen treffen

Wir arbeiten mit der systemischen Konsensierung und werden alle wichtigen Entscheidungen gemeinsam treffen. Wir erarbeiten in der Gruppe Vorschläge über welche wir dann konsensieren. Konsensierung bedeutet: Jedes Mitglied gibt Widerstandpunkte für die einzelnen Vorschläge (0= finde ich super, 10 = finde ich fürchterlich). Alle Punkte werden addiert und der Vorschlag mit der geringsten Anzahl an Punkten (geringster Widerstand) stellt den besten Beschluss für alle da. Die Gemeinschaft entscheidet mit dem Verfahren auch über die Aufnahme von neuen Mitgliedern oder Ausschluss von Mitgliedern (wobei wir hoffen, dass das nie nötig sein wird).

Vegane Ernährung

Wir ernähren uns vegan, weil es sich für uns nicht gut anfühlt andere Lebewesen zu versklaven, sie von ihren Kindern zu trennen und sie und ihre Kinder dann auch noch aufzuessen. Wir würden gerne mit Menschen zusammenleben, die das ähnlich sehen.

Finanzkonzept

Das Gesamtanwesen ist gepachtet. Das direkte Einbringen von Privatvermögen ist nicht notwendig. Auch passives Einkommen muss nicht eingebracht werden. Das ermöglicht jedem von uns die Freiheit, jederzeit auch wieder auszusteigen.

In der Zeit, in der wir zusammenleben, fließen alle Verdienste (außer vom Privatvermögen erzeugte) in unsere gemeinsame Kasse. Alle Grundausgaben werden davon gedeckt. Jeder bekommt ein festen Betrag (z.B. 200€ monatlich) zur persönlichen Verwendung. Sonstige Überschüsse kommen aufs Kommunenkonto und am Jahresende wird gemeinsam besprochen, was damit passiert.

Zu den Grundausgaben zählen: Miete, GEZ, Internet, Strom, Lebensmittel, Krankenversicherungen (bei den Selbstständigen), Autoversicherung, Privathaftpflicht, Sprit, Wasser/Abwasser, Katze…

Ist in einem Monat nicht genug Geld erwirtschaftet worden, gleichen wir es, falls möglich aus der Kommunenkasse aus. Falls das nicht möglich ist, finanzieren wir unsere Ausgaben aus den Privatvermögen. Der Beitrag von jedem einzelnen richtet sich dabei nach seiner Situation und es wird nicht zwingend von allen Personen der gleiche Beitrag erwartet.

Über Anschaffungen der Gemeinschaft, wie Gartengeräte, Werkstattzubehör oder Startkapital für eine Geschäftsidee konsensiert die Gemeinschaft.

Familien und Senioren

Wir haben lange darüber nachgedacht, wie wir es machen. Wir haben uns entschlossen, erstmal keine Familien aufzunehmen und auch keine Senioren. Da wir nur eine kleine Gemeinschaft werden, die wohl höchstens aus 8 Menschen bestehen kann, brauchen wir wahrscheinlich (vorallem zu Beginn) Mitglieder, die ihre Energie und Zeit voll in den Aufbau der Gemeinschaft stecken können. Wir werden zu Beginn wenig luxuriös leben und die ständige Baustelle würde auch die Kinder in Gefahr bringen, es müsste also immer jemand zur Aufsicht bereit sein. Wenn Eulen-Mitglieder jedoch Kinder bekommen oder Rentner werden, möchten wir das natürlich als Gemeinschaft tragen können.