Das Konzept

Gemeinsam arbeiten und leben

Wir sind gemeinsam sinnvoll produktiv, um unseren Lebensunterhalt zu erarbeiten. Jeder bringt seine Zeit, Expertise und Ideen ein. Es gibt beim Haus-Ausbau und im Garten viel zu tun, aber es sind auch Arbeitsverhältnisse außerhalb der Gemeinschaft nötig für den allgemeinen Geldfluss.

Aktuell frühstücken wir dreimal pro Woche gemeinsam und organisieren da auch unsere nächsten Projekte. So gut wir können, unterstützen wir uns gegenseitig, vertrauen uns und kommunizieren möglichst gut miteinander. In der Lebensgemeinschaft hat jeder die Möglichkeit sich auch zurückzuziehen. Viel Gemeinschaft ist gewünscht, aber nicht zu jedem Zeitpunkt nötig. Jede Wohneinheit (TinyWohnung) hat nach Fertigstellung ein eigenes Bad und eine eigene kleine Kochgelegenheit.

Selbstversorgend

Die Lebensmittel bauen wir so weit wie möglich selbst im biologischen Anbau (Permakultur, natürliche Landwirtschaft nach Masanobu Fukuoka) auf dem Grundstück und später evtl. auf einer zusätzlich gepachteten Fläche an. Lebensmittel für den Winter konservieren wir und versuchen damit einen möglichst hohen Selbstversorgungsgrad zu erreichen.

Nachhaltige und gesunde Lebensweise

Wir leben einfach, nachhaltig und ohne großen Konsum, umgeben von guter Luft und viel Grün. Wir nutzen ökologische und möglichst vegane Materialien zum Ausbau und Erweiterung von Haus und anderen Gebäuden.

Als eines unserer Hauptziele sehen wir den Erhalt und die Steigerung unserer Gesundheit an. Um das Ziel zu erreichen, wollen wir in einer fröhlichen Gemeinschaft leben, in der Natur sein, uns gut bewegen, nicht rauchen oder übermäßig trinken und uns naturnah ernähren.

Gemeinsam Entscheidungen treffen

Wir arbeiten mit der systemischen Konsensierung und treffen alle wichtigen Entscheidungen gemeinsam. Wir erarbeiten in der Gruppe Vorschläge über welche wir dann konsensieren. Konsensierung bedeutet: Jedes Mitglied gibt Widerstandpunkte für die einzelnen Vorschläge (0= finde ich super, 10 = finde ich fürchterlich). Alle Punkte werden addiert und der Vorschlag mit der geringsten Anzahl an Punkten (geringster Widerstand) stellt den besten Beschluss für alle da. Die Gemeinschaft entscheidet mit dem Verfahren auch über die Aufnahme von neuen Mitgliedern oder Ausschluss von Mitgliedern (wobei wir hoffen, dass das nie nötig sein wird).

Vegane Ernährung

Wir ernähren uns vegan. Wir würden gerne mit Menschen zusammenleben, die sich zumindest vegetarisch ernähren. Die gemeinsamen Essen sind stets vegan.

Finanzkonzept

Das Gesamtanwesen ist gemietet. Das direkte Einbringen von Privatvermögen ist nicht notwendig. Auch passives Einkommen muss nicht eingebracht werden. Das ermöglicht jedem von uns die Freiheit, jederzeit auch wieder auszusteigen.

In der Zeit, in der wir zusammenleben, fließen alle Verdienste (außer vom Privatvermögen erzeugte) in unsere gemeinsame Kasse. Alle Grundausgaben werden davon gedeckt. Jeder bekommt ein festen Betrag (z.B. 200€ monatlich) zur persönlichen Verwendung. Sonstige Überschüsse kommen aufs Kommunenkonto und am Jahresende wird gemeinsam besprochen, was damit passiert.

Zu den Grundausgaben zählen: Miete, GEZ, Internet, Strom, Lebensmittel, Krankenversicherungen, Autoversicherung, Privathaftpflicht, Sprit, Wasser/Abwasser, Katze…

Ist in einem Monat nicht genug Geld erwirtschaftet worden, gleichen wir es, falls möglich aus der Kommunenkasse aus. Generell sorgen wir dafür, dass wir immer genug Rücklagen haben.

Über Anschaffungen der Gemeinschaft, wie Gartengeräte, Werkstattzubehör oder Startkapital für eine Geschäftsidee konsensiert die Gemeinschaft.

Kinder und pflegebedürftige Menschen

Wir haben lange darüber nachgedacht, wie wir es machen. Wir haben uns entschlossen, erstmal keine Familien aufzunehmen und auch keine pflegebedürftigen Menschen. Da wir nur eine kleine Gemeinschaft werden, die wohl höchstens aus 10 Menschen bestehen kann, brauchen wir wahrscheinlich (vorallem zu Beginn) Mitglieder, die ihre Energie und Zeit voll in den Aufbau der Gemeinschaft stecken können. Wir werden zu Beginn wenig luxuriös leben und die ständige Baustelle würde auch die Kinder in Gefahr bringen, es müsste also immer jemand zur Aufsicht bereit sein. Wenn Eulen-Mitglieder jedoch Kinder bekommen oder pflegebedürftig werden, möchten wir das natürlich als Gemeinschaft tragen können.